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Pen & Podcast S01E13 – Adeliger-Dämonen-Krieger-Meuchel-Meister. Wenn SCs keine Schwächen haben.

Mai 18, 2017
MP3

Kennt ihr diesen Spieler? Seine Charaktere können prinzipiell alles: Das andere Geschlecht (oder das Gleiche) verführen, Drachen töten, Schätze unbemerkt stehelen und den Göttern perfekt huldigen. Seine Schwäche? Keine. Sein Hintergrund? *hust*

Wir besprechen solche Charaktere, die Motivation hinter diesen und was unserer Meinung nach „gute“ Charaktere auszeichnet/wie wir bei der Erschaffung vorgehen.

Mauro bespricht zudem einen Besorgniserregenden Thread im Tanelorn. Ein Spielleiter, der aus Angst vor Railroading nicht mehr leiten will? Was ist da schief gelaufen?

Dies und alle Details erfahrt ihr in unserer neusten Episode des Pen & Podcast!

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anRUFungs-Con (nicht Auferstehung Mauro…^^): LINK
Pen & Podcast bespricht aktuelle Rollenspiel-Themen aus dem Social Media und der Bloggosphäre.

Dieses Mal mit: Ela, Lucas, Dominik und Mauro.
CC Lizenz: creativecommons.org/licenses/by/3.0/
Theme: Take a Chance, Kevin MacLeod (incompetech.com)
Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0 License
creativecommons.org/licenses/by/3.0/

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12 comments

  1. Markus sagt:

    Wie bei einigen anderen Folgen, finde ich den Titel eher abstoßend. Dieses Problem gibt es meiner Erfahrung nach ja nur, wenn die gesamte Spielrunde nicht an einem Strang zieht, sondern die SL ganz andere Ziele als die Spieler haben. Ich bin mal gespannt, wie man darüber anderthalb Stunden lang drüber quatschen kann.

    1. Daniel sagt:

      Es geht um Spieler die keine Vorstellung davon haben, was einen guten und „realistischen“ (besser: glaubhaften) Charakter darstellt.
      Verstehe jetzt nicht wie das mit fehlender Direktion oder Konsens innerhalb der Gruppe zusammen hängen soll. Es gibt störende Individuen. Period.
      Nicht alles lässt sich lösen indem man auf alles und jeden eingeht.

      1. Markus sagt:

        Irgendwie habe ich in dem Titel zuerst „NSC“ gelesen und an einen Graben zwischen Spielern und Spielleitung gedacht. Mein Fehler. Das Problem, was Du beschreibst ist anders, aber im Grunde sehr ähnlich.
        Die Frage kann doch nicht sein, was eine Figur kann oder nicht kann, sondern wie die Wünsche, Vorstellungen und Ziele aller Beteiligten zueinander passen (Vorstellungsraum, Bedürfnisse, …). Oder ob es Unvereinbarkeiten gibt, die eine Trennung bedingen – was kein Grund für Konflikte oder Herabwürdigungen sein muss. „Es gibt störende Individuen“ wirkt dann doch nur wie der Versuch, sich selbst (!!!) dafür zu Entschuldigen, sich mit den Wünschen eines Spielers nicht ernsthaft auseinander setzen zu wollen. Das klingt ein wenig wie gewollte oder zumindest fahrlässig herbeigeführte Konfrontation (Und „Period“ klingt für mich ein wenig wie „Da dulde ich keine Widerrede“; ein Duktus, den ich über alle Maßen als Abstoßend empfinde).
        „Nicht alles lässt sich lösen indem man auf alles und jeden eingeht.“ Jetzt muss ich wohl erwarten, dass Ihr in den Anderhalbstunden nicht wenig Zeit darauf verwenden werdet, Euch über die Fehler der störenden Individuen lustig zu machen. Alleine um Euch nicht Unrecht zu tun, muss ich mir das wohl mal anhören.

        1. Markus sagt:

          „Dieses Mal mit: Ela, Lucas, Dominik und Mauro.“

          Hoppla. Daniel (oben) gehört gar nicht zu den Sprechern aus dem Podcast. Also will ich seine Aussagen gar nicht auf Euch Sprecher beziehen.

          Ich bin inzwischen bei Minute 65 und es kommt mir so vor, als wenn die erste intelligente Frage gestellt wird…

          Und wo ich schon bei den Sprechern bin: Eine Ela gehörte – anders als im Begleittext zur Folge angegeben – diesmal nicht zu den Gastgebern.

  2. alexandro sagt:

    Interessant, wie selektiv ihr lest:
    -aus „ein Ritter“ wird mal eben „der *beste* Ritter“.
    -aus „nachdem seine Familie getötet wurde, glitt er in die Kriminalität ab, entdeckte dass er dafür ein Händchen hatte und wurde zum Meisterdieb“ macht ihr „er will gleichzeitig Ritter *und* Schurke sein, das geht doch gar nicht!“ (nichts im Post legt nahe, dass der Charakter immer noch über seinen adligen Status verfügt – dass er mal Ritter war erklärt einfach nur, warum er etwas besser kämpfen kann, als der durchschnittliche Schurke – aber selbst wenn es so wäre: nicht alle Ritter halten sich sklavisch an einen Kodex).
    – der Spieler wollte nur mit dämonischen Artefakten experimentieren – wunderbare Sache, kann man schöne Plots mit bauen und die moralischen Grenzen des Charakters ausloten (ob er es schafft diesem Mittel zur Rache zu widerstehen).

    In D&D5 ist ein solcher Charakter trivial einfach zu bauen:
    -Background: Noble oder Soldier (je nachdem)
    -Class: Rogue
    -Mensch, wenn mit Feats gespielt wird ist „Medium Armored“ das Talent der Wahl (als Ritter ist er geübt im Umgang mit Rüstungen), alternativ kann man auch „Magic Initiate“ (Warlock) reinnehmen, um die Sache mit den dämonischen Gegenständen stärker zu betonen (kann man aber auch als Fluff belassen – der Spieler hat ja nicht geschrieben, dass die Experimente irgendein Ergebnis hatten – stattdessen nimmt der Spieler Charisma ausreichend hoch, um später evtll. noch Warlock werden zu können, je nachdem, wie die Experimente verlaufen).

    Voila, ein Stufe 1-Charakter, welcher alle Wünsche des Spielers abdeckt (und nicht einmal so exotisch ist – Regellücken wurden hier definitiv *nicht* genutzt) . Auch das geringe Startalter ist für mich kein Hinderungsgrund: dann war er eben schon Knappe seit er 8 Jahre alt war und wurde mit 15 zum Ritter geschlagen (nicht ungewöhnlich in mittelalterlichen Settings). Danach passierte der Mord an seiner Familie und seine kriminelle Laufbahn (dass er in nur 3 Jahren so gut drin wurde ist schon etwas ungewöhnlich, aber man kann das einfach mit Begabung erklären – oder er hatte bisher einfach Glück bei seinen Einbrüchen und sein Ruf als Meisterdieb ist „leicht“ übertrieben).

    Das einzige, was ich vielleicht nochmal mit dem Spieler durchsprechen würde ist, dass er sich bereits vor Spielbeginn an den Mördern seiner Eltern gerächt hat. Das ist zwar kein Beinbruch, aber dadurch wird ein schöner Storyhook schon vorher eliminiert (vielleicht hat der Mörder ja die Elfe entführen lassen, um den Charakter von Rache abzuhalten „Du kannst mich töten, aber dann stirbt auch deine Geliebte!“ ).
    Kurz: zu viele gute Ansätze, um das Konzept wegen übertriebener Zuckerbäcker-Befindlichkeiten auf den Müll zu werfen.

    1. Dominik sagt:

      Hallo Alexandro, zur Aufklärung (Der Beitrag existiert nicht mehr von daher kann ich ihn nicht Copy-Pasten). Es sollte sich bei diesem 18 jährigen adeligen um wortwörtlich den besten Ritter von einem Königreich handeln, welcher in Rekordzeit zu einem Superdieb wurde, nachdem die Eltern gestorben sind (und er sie dann noch gerächt hat). Das waren Eins zu Eins die Eckdaten dieses Recken.
      Das als Stufe 1 Charakter einzubauen ist bedenklich (meiner ganz persönlichen Meinung nach lächerlich).
      Das man mit Aspekten bzw. Elementen dieser Hintergrundgeschichte einen interessanten Plot machen könnte haben wir auch aufgefasst. Ich war z.B. der Meinung, wenn man all die Superlativen streicht und hier und ein paar Schwächen einbaut, wird dieser Charakter wesentlich nachvollziehbarer. Bei den Artefakten war ich auch der Meinung, man könne dort einiges an interessanten Sachen mit dem Charakter anfangen. Im großen und Ganzen war das Konzept so wie vorgeschlagen aber etwas zu Overpowered in unseren (und sehr sehr vielen anderen) Augen.

      1. alexandro sagt:

        Ich habe den Faden auch gelesen und dort keine Superlative gelesen.

        Es besteht imo auch ein Unterschied zwischen „die Superlative streichen“ und „den Charakter ‚aus Erziehungsgründen‘ komplett verunstalten“ (wie in eurer Idee, des komplett unspielbaren emotionalen Wracks) – das ist ein Schritt ins andere Extrem und genauso nervig für die Runde, wie eine Mary Sue.

        1. Dominik sagt:

          Also ich persönlich sehe es weniger als „verunstalten“ wenn man aus dem besten Ritter einen Ritter und aus einem Superdieb einen Dieb macht. Auch ist es glaub ich kein traumatischer Einschnitt, wenn man aus den 18 Jahren 28 machen würde.

          Nur damit man sich versteht, wir geben dort unsere persönlichen Meinungen wieder und die Diskussion ist auch gefärbt von unserer Spielweise und Verständnis von Rollenspiel. Das mag man uns vielleicht verzeihen, dass wir das nicht bei jeder Episode nochmal betonen.

          Bei uns werden halt keine Helden gespielt. Unsere Charaktere sind oft Anti-Helden oder gebrochene Personen oder Menschen, die Opfer ihrer selbst sind. Für uns ist ein unemotionales Wrack eher eine darstellerische Herausforderung, als etwas, dass undenkbar ist. Deswegen haben wir das auch im Cast einfließen lassen am Ende, damit die Zuhörer eine Ahnung bekommen wie unsere Spielweise ist.

          1. alexandro sagt:

            „Also ich persönlich sehe es weniger als „verunstalten“ wenn man aus dem besten Ritter einen Ritter und aus einem Superdieb einen Dieb macht. Auch ist es glaub ich kein traumatischer Einschnitt, wenn man aus den 18 Jahren 28 machen würde.“

            Das nicht. Aber wenn er ein gebrochener, von Artefakten (und damit vom SL) kontrollierter Meuchler wird, dann schon.

            Der Spieler hatte nur gesagt, dass er mit dämonischen Artefakten experimentiert (ohne zu sagen, dass er deswegen bestimmte Vorteile haben möchte – das ist reiner Fluff). Er hat nie gesagt, dass er das durchziehen würde oder darin schon weit fortgeschritten ist – eine solche Entscheidung würde ich zum Teil des Spiels machen und den Spieler nicht aufzwingen, wie ihr es tut.

            Zum Thema „mächtige Charaktere“: allein aus der Beschreibung lässt sich das selten ableiten.
            Wenn ich sage „Ich möchte die Tochter eines untergegangenen Adelshauses spielen, welche bei Barbaren lebt, deren Gebräuche gelernt und ihren Anführer geheiratet hat und hofft ihr Heimatreich zurück zu erobern. Ach ja, sie hat ein paar magische Kreaturen, welche sie gezähmt hat. Hatte ich schon erwähnt, dass sie erst 15 ist?“ oder „Ich bin der zweitgeborene Sohn eines Adelshauses, aber mein älterer Bruder und mein Vater wurden getötet. Ich war in meiner Kindheit sehr sportlich, aber nach einem Unfall habe ich mehr der Magie zugewandt – ich bin übrigens 10“, dann klingt das nach ziemlich viel auf einmal und als ob dieser Charakter die Spielrunde dominieren würde. Dass ein solcher Charakter trotzdem Potential hat, zeigt uns G.R.R. Martin (die Konzepte sind 1:1 die von Daenerys und Bran – von Arya fange ich gar nicht erst an – also keineswegs Über-Charaktere).

  3. Markus sagt:

    Ein etwas ausführlicher und deshalb anderweitig untergebrachter Kommentar.
    http://sprawldogs.blogspot.de/2017/05/imaginare-autoritaten.html

  4. Tom sagt:

    Hi!
    Bin erst vor Kurzem auf Euren Podcast gestoßen, und habe gleich mal die aktuelle Episode angehört. Werde auf jeden Fall dran bleiben…

    Zur Episode 13:
    Ich meine, Ihr habt einen ganz wichtigen Punkt überhaupt nicht angesprochen, was ganz wichtig für die Hintergrundgeschichte eines SC ist – nämlich die Art des Spiels. Damit meine ich, dass man als Spieler erstmal unterscheiden muss, ob ich einen SC für meine, wie soll ich’s nennen, „eigene“, „private“ Gruppe erstelle, oder ob ich einen SC für einen One-Shot, oder eine Convention-Spiel erstelle.
    Für ein One-Shot oder Convention-Game brauche ich keine große Story. Da reicht es, wenn ich mir überlege: Hat der SC Ängste, mag er Frauen oder Männer, oder beides, Alter, etc. …

    Spiele ich in einer festen privaten Gruppe, dann ist es ja meistens so, dass der SL die Kampagne kennt und weiß, was darin vorkommt. Dann kann er die Spieler bitten, einen ausführlichen Hintergrund zu erstellen, und dann Anpassungen vorzunehmen.

    Ich mache das z.B. Immer so, dass die Spieler Informationen bekommen, um was es grob in der Kampagne geht (ohne zu spoilern, natürlich). Also, ob es eine Stadtkampagne wird, oder Wildnis, oder reines Dungeon, oder, oder, oder.
    Wenn ich dann die Hintergründe bekommen, passe ich sie an die Kampagne an, indem ich Personen die in der Hintergrundgeschichte vorkommen, mit Personen (NSC) aus der Kampagne zu ersetzen, und Ziele des SC an Dinge in der Kampagne anzukommen. Dazu gehört dann natürlich auch, dass man Dinge ändern muss.

    In diesem Fall ist die Erstellung eines Hintergundes eine Kooperationsarbeit zwischen Spieler und Spielleiter. Das ist der beste Fall und stellt sicher, dass der SC innerhalb der Kampagne genug Motivation findet, um Dingen und Story-Strängen nachzugehen, ohne dass der SL noch weiter eingreifen muss.

    Finde, das sind valide Punkte, die zu beachten sind.
    Für Conventions sind Stichpunkte völlig ausreichend, für eine eigene, nennen wir sie „Home-Kampagne“ mit engen Freunden, dann sollten SL und Spieler zusammenarbeiten.

    Auch sollte man als SL nie „NIE“ sagen. Lieber, „Ja, ok, ABER…“, da kommen oft ganz tolle Situationen dabei heraus…

  5. dLG sagt:

    „Auferstehungs-Con“ … super! Aber auch auf der anRUFung muss man jeden Morgen aufstehen, um Frühstück zu verspeisen und hoffentlich schön-schaurige Spielrunden zu genießen. In diesem Sinne, man sieht sich hoffentlich?

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