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Pen & Podcast S02E02 – Gesellschaft vs Rollenspiel. Wie politisch korrekt darf’s denn sein?

März 19, 2018
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Hallo liebe Freunde des feinen Rollenspiels!

Wir sind wieder da aus einem größeren Frühjahrsloch. Mauro war leider lange Zeit krank. Jetzt geht es aber weiter und dafür saftig!
In unserer zweiten Episode reden wir über Political Correctness in Rollenspielsettings. Dabei geht es nicht nur darum, welche Frauenrollen in Rollenspielen zeitgemäß sind und ob Sklaverei und Rassismus im Rollenspiel Platz finden sollten. Wir besprechen auch, ob und in wiefern die reale Gesellschaft Einfluss auf die Inhalte eines Rollenspiels haben sollte.

Eine diverse und spannende Diskussion erwartet euch!

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Pen & Podcast bespricht aktuelle Rollenspiel-Themen aus dem Social Media und der Bloggosphäre.

Dieses Mal mit: Lucas, Dominik, Maurizio
CC Lizenz: creativecommons.org/licenses/by/3.0/
Theme: Take a Chance, Kevin MacLeod (incompetech.com)
Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0 License
creativecommons.org/licenses/by/3.0/

2 comments

  1. Daniel sagt:

    Wirklich ein sehr interessantes Thema! bin eigentlich gar nicht so sehr der Pen & Paper Spieler, fand aber das Thema super spannend, da wir das bei uns in der LARP Orga grade auch so ein bisschen Diskutiert hatten. Wir machen unter anderem Auch Kinder Cons, da ist natürlich die Verantwortung eine etwas andere. Aber Immer wieder spannend zu sehen mit welchen verschieden Ansätzen man an sowas ran gehen kann.
    Auf der Einen Seite bieten solche „Missstände“ natürlich immer Anlass für schönes Konfliktspiel (Ich denke da z.B. an den Händler und seine Frau aus der OT blase 😉 ) auf der andern Seite stellt sich die Frage ob man nicht versuchen sollte einen positiven Einfluss auf den Lauf der Dinge zu nehmen.

    Danke auch für das ausführliche Erwähnen am Ende 😉 auch wenn wir leider „Nur“ eine Orga sind und das Gelände nicht unser ist.

    Beste Grüße
    Daniel von der Drachen-Höhle

    Beste Grüße

  2. Chris sagt:

    Ich denke es kommt sehr darauf an, mit wem man spielt. Mit meinen langjährigen Freunden hätte ich kein Problem damit, wenn jemand z.B. in Achtung Cthulhu einen SS Offizier spielt. Bei meinen Freunden weiß ich, wo sie politisch stehen und ich muss nicht befürchten, dass da jemand seine politische Meinung ausspielen will. Bei einer neuen Runde oder auf einer Con wäre mir das nicht so recht, weil ich mich ständig fragen würde, ob hier wirklich nur eine Rolle gespielt wird.

    Das ist auch die Idee der political correctness: es ist ein Leitfaden, wie man sich verhalten soll, wenn man nicht weiß, womit man sein Gegenüber möglicherweise verletzen könnte. Meine beste Freundin mit „Schätzchen“ anzusprechen oder ihr gegenüber eine anzügliche Bemerkung zu machen kann (muss aber nicht) OK sein. Wichtig ist, dass sie sich trotzdem wertgeschätzt und respektiert fühlt. In einer langjährigen Freundschaft habe ich viele Gelegenheiten dazu. Bei jemandem, den ich gerade kennengelernt habe ist dies aber nicht der Fall und in dieser Situation ist die PC nicht die schlechteste Handlungsdirektive.

    Bei Settings sehe ich es so: PC soll das reibungsfreie Zusammenleben erleichtern. Das Rollenspiel lebt aber von Reibungen, daher ist die Political Correctness hier hinderlich. Gefühlt jeder zweite Spionagefall der letzten 200 Jahre wäre zu verhindern gewesen, wenn Homosexualität kein Tabuthema (gewesen) wäre. Genauso im Rollenspiel: mit Homosexualität als Tabu macht sich ein NSC erpressbar allein dadurch, dass er einen Menschen liebt. Das halte ich für viel spannender als wenn jemand mit Mord oder schlimmeren erpresst wird, weil es den SCs dann leichter fällt, die Figur unsympathisch zu finden.

    Was aber nicht schaden kann: ein Vorwort der Autoren, in dem sie darauf hinweisen, dass ihre benutzten -ismen Plot Devices sind, die die Welt und die Geschichten spannender machen sollen, diese aber in der Realität abzulehnen sind.

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